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Über 150 Teilnehmer trafen sich Ende 2011 Mai in Berlin zur Tagung „Migration.Qualifi-
kation.Integration – Kulturelle Vielfalt und berufliche Per-
spektiven“. Der Einladung der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT waren Interessierte aus ganz Deutschland gefolgt.




In der Auftaktdiskussion forderten die Schülerin Natascha Ganevskaya und der Schüler Yunus Aydogdu prominente Diskutanten auf, den unverstellten Blick zu wagen und Potenziale von jugendlichen Migrantinnen und Migranten zu entdecken und zu fördern. Raimund Becker, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, wies darauf hin, dass viele Kinder mit Migrationshintergrund es schwerer hätten. So sei z. B. der Anteil derjenigen, die berufsvorbereitende Maßnahmen absolvieren, verhältnismäßig hoch. U. a. sei Sprache hier der entscheidende Schlüssel. „Ich bin ein Freund der Eigenverantwortlichkeit. Grundlegend liegt es an einem selbst; allerdings braucht man Unterstützung. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen“, so Unternehmer Kartal Can. Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer wies in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Angebote hin, die es inzwischen in allen Bundesländern gebe. Als Beispiele nannte sie Sprachförderung bereits in Kindergärten, Lesepartnerschaften oder auch Sportangebote, die die Integration fördern. Einig waren sich alle Diskutanten aber, dass es weiterhin viel zu tun gebe. Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sei nur eine von vielen Forderungen.

Anschließend gab Prof. Dr. Klaus Bade, Vorsitzender des Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, Orientierungshilfen in der aktuellen Debatte. Anhand von Umfrageergebnissen machte er deutlich, dass die Bürger viel nüchterner und kompetenter mit dem Thema Migration umgehen als manche Medien es uns vermitteln. Zudem sei Deutschland schon längst kein Zuwanderungs-, sondern schon jetzt ein Auswanderungsland. Es sei dringend Zeit für eine Umkehr; Deutschland müsse sowohl für ausländische als auch deutsche Bürger wieder attraktiver werden. SCHULEWIRTSCHAFT forderte er in diesem Zusammenhang auf, weiter zu machen, wie bisher, gute Projekte zu transportieren und den Menschen mit seinen ganzen Begabungen im Blick zu haben.

Dass SCHULEWIRTSCHAFT sich bereits im Themenfeld der „interkulturellen Berufsorientierung“ engagiert, zeigte nicht nur anschaulich eine Dokumentation, sondern auch die Arbeit in den sechs Foren:
  • Mit Elternpower zur Berufsorientierung
  • Azubiauswahl mit Zukunft: Interkulturelle Einstellungsverfahren
  • Potenziale gewinnen: Mehr Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte
  • So kann´s gelingen: Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen erfolgreich gestalten
  • Sprachkompetenz und Leseförderung
  • Erfolgreicher Start an der Uni: Der Studienkompass.




Hamburger Akteure der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT und des Projektes „BQM Beratung Qualifizierung Migration“ konnten dabei insbesondere bei den Themen Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen, Elternarbeit und interkulturelle Einstellungsverfahren ihre Erfahrungen weitergeben.

 

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